Die meisten Jahre unseres Lebens
13.06.12, 11:36:31
schuschu
Die meisten Jahre unseres Lebens, oft fünf Jahrzehnte oder mehr, leben wir, ohne zu wissen, wer wir sind und was wir hier wollen. Wir stellen uns diese zentrale Frage nicht und beantworten sie daher nicht. Das ist wie ein Schiff ohne Steuer, das auf dem Meer sinnlos herumschlingert. Von den Anderen übernehmen wir die Unbewusstheit, die Routine des ‚Normalmenschen’, tun, was man tut und unterlassen, was man nicht tut. Wir versuchen, über die Runden zu kommen, machen es Anderen Recht, damit wir von ihnen gemocht oder geliebt werden, stoßen aber immer mehr auf solche, denen es so geht wie uns. So leben wir ein Leben in tiefem Schlafzustand, auf meist hohem materiellem Niveau, das in einem Gefühl der Sinnlosigkeit und Erschöpfung enden muss.
In diesen Zustand geraten jetzt alle, die sich weigern, ihrem Leben einen bewussten Sinn zu geben, die sich auf das nicht von Sinn erfüllte Machen und Tun konzentrieren, die Signale ihres Körpers und ihrer Psyche ignorieren und glauben, ‚irgendwie’ ginge das schon so weiter.
Nimm dir jetzt Zeit für Besinnung, Zeit, nach innen zu gehen, um dich durch dein Herz daran erinnern zu lassen, wozu du herkamst. In deinem Herzen ist alles Wissen um dich und deinen Lebenssinn gespeichert. In ihm findest du deine Antworten. Es sehnt sich danach, dass du bewusst, liebend und freudig durch deine Tage gehst mit Aufmerksamkeit für dein Inneres und mehr und mehr entdeckst, was für ein herrliches, großartiges, schöpferisches und liebendes Wesen du von Natur her bist.
(zitat:robert betz)
13.06.12, 20:34:59
PvdL
geändert von: PvdL - 13.06.12, 20:37:37
Der grundlegende Irrtum, dem die meisten Menschen verfallen sind, ist zu glauben: "Ich bin gewöhnlich, meine Probleme sind einmalig." Dabei ist es genau umgekehrt: Jeder von uns ist einmalig, unsere Probleme dagegen sind (fast alle) insofern gewöhnlich, als sich immer jemand findet, dem es auch so geht. Dieses hilft insoweit auch bei der Selbstfindung, weil man daraus lernt, daß man die Probleme vergleichen kann, nicht jedoch sich selbst.
14.06.12, 00:12:44
drvaust
Schuschu, ich verstehe nicht, was das aussagen soll. Was bedeutet folgende Aussage?:
..., oft fünf Jahrzehnte oder mehr, leben wir, ...
Ändert sich danach etwas? Ändert sich jetzt mein Leben (ich werde 50)?
;)
Ich versuche nicht besonders, es anderen recht zu machen. Ich lebe mein Leben, rücksichtsvoll, aber in meiner Art.
Das Leben halte ich jedoch für sinnlos, das einzelne Leben und das Leben ansich. Es ist interessant, vielleicht auch gut, aber nicht sinnvoll. Eine Laune im Universum, eine Spielerei oder Verzierung.
Ich mache für mich das Beste daraus. Es ist ja nicht schlimm, wenn etwas sinnlos ist, Hauptsache es ist gut.
14.06.12, 11:14:29
schuschu
guten morgen drvaust,
na es muss sich nicht zwingend was ändern.
wenn du deine innere wahrheit schon lebst oder immer gelebt hast.
bei vielen menschen, vielleicht betriffts hauptsächlich nichtautisten, weil sie meist nicht so mit ihrem inneren verbunden sind und sehr fremdbestimm leben , stark konditioniert sind...und die aus der kindheit heraus passiert. das kind fühlt die physische abhängikeit und erhält von seinem umfeld signale der ablehnung oder zustimmung, daraus bilden sich mechanismen, die man meist über jahrzehnte hinweg unbewusst lebt und nach dem muster verfährt, wie aus der kindheit.
bei vielen wird es nach 40 50 jahren bewusst, dass es einem muster folgt, was in ihrem leben passiert und erwachen, wenn man so will aus diesem zustand...
Zitat:"Ich versuche nicht besonders, es anderen recht zu machen. Ich lebe mein Leben, rücksichtsvoll, aber in meiner Art. ..."
ich denke, genau darum geht es.
das mit der laune des universums habe ich glaub ich noch nicht verstanden, drvaust, weiss aber auch nicht, wie ich meine frage formulieren soll, weill ich selbst nicht weiss, welche frage ich habe.
für mich ist schon ein sinn da...auf seelen ebene habe ich nicht die möglichkeit, mit den sinnen zu erfahren und mich im anderen aspekte von mir zu erkennen, also zu erkennen, dass alles schöpfung, also liebe ist. deshalb die erfahrung auf der erdenebene.
dein leben , so wie jedes andere auch macht für mich schon sinn, da jeder durch sein sein wirkt, dafür muss er noch nichteinmal was tun..einfach nur sein.
ich glaube, wir kommen mit verschiedenen fähigkeiten und gaben auf die welt, die dann, wenn man einfach sich selbst ist, so wie du es schreibst drvaust, wirken und ein geschenk für das aussen sind.
14.06.12, 20:33:12
arwen
guten abend,
vielleicht ändert sich auch der lebenssinn im laufe eines lebens?
man entwickelt sich ja stetig irgendwie weiter und mit dieser entwicklung, meine ich, kann sich der lebenssinn auch verändern. durch das eigene erleben und eigene erfahrungen sehe ich (persönlich) manche dinge anders als vor jahren und dadurch könnte es dann schon sein, dass ich das was ich als sinnvoll erachte, dann eben anders gewichte.
und... geb ich als mensch nicht manchen dingen überhaupt erst sinn?
ist leben nicht das, was ich selber draus mache?
wenn ich mutig und offen für veränderungen bin... ?
schönen abend und liebe grüße von arwen
14.06.12, 22:49:28
Fundevogel
arwen: Sollte man unterscheiden zwischen dem Lebenssinn, den man mit der Geburt mit "in die Wiege gelegt bekommt" und dem, den man sich als seinen Lebenssinn ausdenkt?
Der "Wiegensinn" scheint mir ein Geschenk zu sein, das dem Beschenkten vielleicht ganz lange verborgen bleiben kann, aber manchen auch offenbar ist.
Beim erdachten Sinn geht es mir auch so, dass er sich wandelt mit dem Erlebten, Erprobten...
Vielleicht ist der erdachte Sinn ein Wegweiser, der bei manchen zum "Wiegensinn" führt, bei manchen aber auch nicht?
15.06.12, 09:03:45
schuschu
ach fundevogel,
du schaffst es in wenigen sätzen genau das zu formulieren, was ich mit vielen sätzen meinte.
danke
15.06.12, 10:59:52
Lenz2011
Was ist wenn jemand seinen "Wiegensinn" gar nie entdeckt? Das ist ein beunruhigender Gedanke für mich.
15.06.12, 12:25:06
apeiron
Ich finde "variable Ziele" (Sinn) schaffen "Sicherheit". Ohne kann schnell in Orientierungslosigkeit enden. Das ist nicht gut.
Der "Wiegensinn"... wenn es diesen gibt, so wird gewiss auch an eine/mehrere "höhere Macht" geglaubt. Und wenn die "höhere Macht" den Menschen den "Wiegensinn" nicht so fühlen lassen kann, dann wird "die Seele" (der den Sinn machen soll) wiedergeboren. Manchmal ist auch "jetzt" noch nicht die "richtige Zeit" dafür.
Und wer an "tot ist tot" glaubt, dem kann auch der "Wiegensinn" egal sein, nehme ich an. Und das Leben austesten. Und schauen, was dem Menschen darin gefällt (außer wen anderes bewusst schaden!!!) und weiter entwickeln, entdecken. Oder ich habe gehört, einige erfüllt es schon das Leben, wenn sie nichts machen. Und wenn das so stimmt, dann halt warten, bis sie tot sind. Aber das Leben kann sehr viel anders genutzt werden. Das ist nicht nur "geboren werden und sterben". Sondern leben. sich selbst entdecken, mental, emotional, physisch. Natur, Vielzahl an Verschiedenheit und doch Gleichheit. Ich finde das Leben spannend. Aber auch sehr unübersichtlich. Und sehr "starr" von Menschen vorgegeben. (Leistung, Luxusgüter, ...) was im Endeffekt nichts zählt.
15.06.12, 15:46:15
Fundevogel
Mir ist irgendwann aufgefallen, dass ich Pläne machte, Ziele ansteuerte und dann, wie es aus meiner Mundart direkt übersetzt heißt, "gedreht" wurde...also auf einen nicht gesehenen Weg gebracht wurde. Wenn ich dann das Unbeabsichtigte annahm, kam genau das auf mich zu, was ich mir so ausgedacht hatte, aber mit einem anderen Horizont. Und dann wurde es meins.
Vielleicht liegt der Schlüssel zum Erkennen in der Annahme dessen, was wir nicht beabsichtigen, nicht steuern, nicht gestalten?
16.06.12, 18:52:03
arwen
hallo ihr... ich bin ja noch ne antwort schuldig...
fundevogel... keine ahnung ob man das unterscheiden sollte, ob man das überhaupt kann?
gibt es nicht diejenigen unter uns, die es zeitlebens *umtreibt*, vielleicht sind sie so, weil sie instinktiv diesen wiegensinn suchen?
weil sie vielleicht spüren, dass sie ihn noch nicht gefunden haben?
und... stimmt. es gibt auch welche, die sind ewig auf der suche und finden nicht.
nicht in diesem leben.
gibt es ein neues leben, ein anderes leben, wenn wir gestorben sind?
ein leben, wo diese menschen weitersuchen können?
ich denke, manche sachen machen für eine weile sinn, für jahre meinetwegen auch... und man fühlt sich gut dabei, bis man dann einen schritt in der entwicklung geht und sich das einstmals richtige dann nicht mehr so gut anfühlt.
könnte es so sein?
ich denke bei mir selber, so eine phase könnte ich nun haben.
was jahrlang sehr stimmig war, das stimmt nun nicht mehr so.
und manchmal denke ich... das stimmt so überhaupt nicht mehr.
nur... wo fange ich an mit dem suchen?
welche fragen stell ich mir?
liebe grüße von arwen
ach so... ja, ich denke wir bekommen viel mit auf den weg... wie wir und ob wir es ausbauen, liegt in meinen augen immer auch daran, wie gut wir uns selber kennen, wie genau wir in uns reinfühlen, also wie wir die eigene innere stimme hören können und dann eben auch gewillt und bereit sind, auf diese stimme zu hören.