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Thema: Gestern war ein wunderbarer Vormittag (http://www.test.auties.net/topic.php?id=8117)
Geschrieben von: Kaleidoskop am: 01.12.17, 18:40:29
Wegen der Irritation meinerseits gestern habe ich es total vergessen, dass ich gestern ein erleichterndes Gespräch mit meinem Arbeitgeber hatte.
Mein Führhund hat nicht nur tolle Arbeit geleistet, sondern ein super Verhalten. Da wir im Besprechungsraum waren, hat er weder den Abteilungsleiter, die Frau von der Personalvertretung noch den Schwerbehindertenvertreter (blödes Wort 🤮) angebellt. Unseren Abteilungsleiter hat er im Büro schon angebellt und dann gejagt ( 🐶: „oh, der rennt, der will Spiiiiielen!“) das war peinlich.
Thema war meine berufliche Zukunft. Ich würde gefragt, wo die Ursache meiner Probleme sind. Privat. Ich erklärte grob, was bei mir im Argen liegt, wie immer offen und ehrlich. Dann setzte ich alle in Kenntnis über den Stand meiner Hilfsmittelsituation und was da noch geplant ist.
Ohne mit langen Details zu langweilen ist folgendes Fakt:
- Ich muss nicht 150 % geben, wie man mir früher predigte (sagt sogar der Abteilungsleiter)
- Ich brauche keine Angst um meinen Arbeitsplatz haben muss. Im Gesamtbild bin ich vllt. nicht „produktiv“ im Sinne des Bertriebs, aber ich kann weiter am am gesellschaftlichen Leben teilhaben. Für mich ist wenigstens etwas Arbeit wichtig und die geistige Herausforderung. Also keine eintönige Erfassungstätigkeit.
- Eine weitere Stundenkürzung ist okay
- Bei Schwierigkeiten & Fragen kann ich mich an meinen Chef/Abteilungsleiter wenden
- Es wird noch ein Gespräch mit dem IFD bzw. Integrationsarchitekt zwecks weiterer Hilfsmöglichkeiten geben.
- Ich brauche keine Überstunden machen
- Ich muss mich zu Hochzeiten nicht verrückt machen. Brauche auch keine Überstunden machen. Chef, Uhr oder Ehemann dürfen mich „rauswerfen“, wenn die Arbeitszeit um ist.
Am wichtigsten ist für mich, dass ich bleiben kann, wo ich bin.
Ich bin froh, dass meine Offenheit und Ehrlichkeit bis jetzt im Arbeitsleben immer hilfreich waren. ☺️